Katholische Kitas im Erzbistum Paderborn
Katholische Kindertageseinrichtungen Ruhr-Mark gGmbh
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Aktuelles

Seit 100 Jahren gehen Kinder in die katholische Kita St. Bartholomäus

Hier wurden viele Meggener groß

M E G G E N . Wer erinnert sich nicht gerne an seine Zeit im Kindergarten oder in der Kita? An Lachen und Weinen auf dem Bauteppich oder in der Puppenecke und die tröstenden Worte der Erzieherin, wenn man ja eigentlich doch lieber bei Mama zuhause und nicht im Kindergarten sein wollte. Von den fast 3.000 Einwohnern im Lennestädter Stadtteil können sich wahrscheinlich alle an irgendeine Geschichte aus „ihrem“ Kindergarten erinnern. Schließlich kann die katholische Kita in diesen Tagen auf 100 Jahre Geschichte zurückblicken. Von der „Kinderbewahrschule“ zum heutigen Familienzentrum war es ein langer Weg, den Meggener Kinder aus zig Generationen mitgegangen sind.

Anno 1920 legten die Olper Franziskanerinnen den Grundstein für die bis heute zehn Jahrzehnte andauernde Geschichte der Kindertageseinrichtung. Als sogenannte „Kinderbewahrschule“ gründete die Ordensgemeinschaft in einem Gebäude der Sachtleben-Bergbau die heutige Katholische Kita St. Bartholomäus. Eine sogenannte Werksvereinigung übernahm die finanzielle Trägerschaft und organisierte ein paar Jahre später auch den Umzug in ein ehemaliges Transformatorenhaus des Unternehmens. Dieses Gebäude ist den Meggenern heute noch als Sitz der örtlichen Caritas bekannt.

Mit der Schließung der Schwesternstation 1972 übernahm die katholische Pfarrgemeinde St. Bartholomäus die Trägerschaft des Kindergartens. Zeitgleich begannen die Planungen und der Neubau des Gebäudes am Mühlenplatz. Im Oktober 1976 zog der Kindergarten dann in sein neues Zuhause. Noch heute ist das Familienzentrum St. Bartholomäus hier beheimatet.

Mit dem letzten Erweiterungsbau um zwei Mehrzweckräume rund um die Jahrtausendwende erhielt die Kindertageseinrichtung das Gesicht, welches heute bekannt ist. Der letzte Trägerwechsel datiert auf das Jahr 2018, als die Pfarrgemeinde die Kita in die Obhut der Kita gem. GmbH Siegerland-Südsauerland übergab.

Von der „Kinderbewahrschule“ zum modernen Familienzentrum

„76 Kinder aus elf Herkunftsländer werden ab Sommer durch uns betreut“, berichtet Judith Tillmann, die stellvertretende Leiterin der Kita, stolz. Vier Gruppen – wovon eine für Kinder unter 3 Jahre spezialisiert ist – nehmen die Kids auf. Seit 2008 ist die Kita St. Bartholomäus Teil eines zertifizierten Familienzentrums. Die Zertifizierung als Sprach-Kita und plusKITA zeugen vom hohen frühpädagogischen Standard, den das Kita-Team alltäglich unter Beweis stellt. Auch der KTK-Qualitätsbrief, der seit 2015 ein ausgezeichnetes Qualitätsmanagement der Einrichtung belegt, ist ein Beweis für den eigenen Anspruch und die Leistungsfähigkeit der Kita. Im September diesen Jahres findet das externe Audit zur Rezertifizierung statt.

„Entscheidend ist aber immer die Arbeit mit den Kindern und den Familien. Und die kann nur gelingen, wenn man wie hier ein motiviertes, engagiertes und kompetentes Team hat, das sich liebevoll um die Kinder kümmert und auch den Familien mit Rat und Tat zur Seite steht“, gratuliert Michael Stratmann, Geschäftsführer der Trägergesellschaft, zum 100. Geburtstag. „Das Team kann zu Recht stolz darauf sein, dass es eine so lange Tradition erfolgreich fortsetzt.“

Das große Geburtstagsfest soll nachgeholt werden

Mit einem großen Jubiläumsfest wollte die Kita mit dem ganzen Dorf den besonderen Geburtstag feiern. Das Kita-Team hatte schon eine Menge vorbereitet – aber Corona machte auch diese Planung zunichte. „Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Dann feiern wir halt unseren 101. Geburtstag im nächsten Jahr“, verspricht Judith Tillmann. Schließlich wolle man gemeinsam mit Kindern und deren Familien, den Freunden, Unterstützern und Kooperationspartnern des Familienzentrums und den Vertretern der Kirchengemeinde diesen Geburtstag angemessen begehen. „100 Jahre sind schon etwas ganz besonders“, betont sie. Zugleich ist sie sich aber auch bewusst, dass dieses besondere Jubiläum nur gefeiert werden kann, weil die Kindertageseinrichtung ein wichtiger Teil des Meggener Gemeindelebens ist. „Als Familienzentrum sind wir nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern da und als katholische Kita ist es für uns auch selbstverständlich, dass wir uns als Teil der Kirchengemeinde sehen und aktiv am Gemeindeleben teilnehmen“, berichtet Judith Tillmann. Deswegen sei die Kita am Mühlenplatz auch heute – mehr denn je – ein Treffpunkt der Generationen.

Bunte Jubiläumssteine im Dorf versteckt

Diese besondere Verbindung zwischen Dorfgemeinschaft und Kita stellen die Kinder unter Beweis, die sich in diesem Sommer aus der Kita verabschieden und in die Schule wechseln. Im Rahmen einer kleinen Abschlussfeier versteckten die Jungen und Mädchen im ganzen Dorf bunt bemalte Jubiläumssteine. Wer einen dieser Steine findet, sollte ihn – natürlich unter Einhaltung der Hygienerichtlinien – bis zum 18. Juli wieder in der Kita vorbeibringen und bekommt dann eine kleine Überraschung. Als kleines Trostpflaster und Einladung zum 101. Geburtstagsfest im nächsten Jahr. 

 

Schwerpunktthema: Eingewöhnung und Trennung

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